Neue Designaufträg: Das sind meine 5 Lieblingstipps für deinen nächsten Auftrag

Neue Designaufträge brauchst du regelmäßig. Ist ja auch logisch, wenn du selbstständig bist! Aber wie kommst du an dein nächstes Kreativ-Projekt? Ich verrate dir heute meine fünf Lieblingstipps, die mir in den den letzten zehn Jahren regelmäßig neue Designaufträge eingebracht haben. Denn so kommst auch du ganz schnell an deinen nächsten Designauftrag.


#1 Positionierung = Bring auf den Punkt, was du machst

Website, Flyer, Logo oder eine kleine Animation – wenn du alles für alle machst, da machen deine Kunden auch alles Mögliche, aber sie arbeiten nicht gerne mit dir zusammen.

Woran das liegt? Ganz einfach nachzuvollziehen. Versetz dich mal in die Lage deiner Kunden. Sie haben viel Zeit, Geld, Ressourcen, Herzblut und auch Elan in das Projekt gesteckt, für das sie nun ein Design brauchen. Es ist ihnen wirklich wichtig.

Mit wem arbeiten sie dann zusammen? Mit einem Kreativen, der irgendwie alles macht? Oder arbeiten sie lieber mit einem Designer oder einer Designerin zusammen, die sich genau auf diese Designs spezialisiert haben? Die sich richtig gut mit damit auskennen. Die genau wissen, was das Design braucht, um zu funktionieren.

Kunden wollen nicht mit irgendwem an ihren Designaufträgen arbeiten. Sondern mit dem, der das am besten kann.

Das würdest du an deren Stelle nicht anders machen. Oder?

Darum bring auf den Punkt, was du machst. Zeig deinem potenziellen Kunden, auf welchen Designbereich du dich spezialisiert hast und welche Designaufträge bei dir richtig sind.

  • Wo ist deine Nische?
  • Was ist dein Angebot?
  • Was kannst du besser als anderen Kreativen da draußen?

#2 Außendarstellung = Erkennt man auf den ersten Blick, was du machst?

Du weißt genau, was du kannst. Du kennst deine Positionierung nach innen. Du weißt genau, welche Designaufträge richtig cool gelaufen sind und mit welchen Kunden du gut zusammenpasst.

Aber sieht man das auch nach außen? Wenn man dich nicht kennt und nur mal fix einen Blick auf deine Website wirft? Oder auf dein Portfolio? Oder auf deine Social Media-Kanäle?

Viel zu oft ist es so, dass du etwas nach innen ganz sicher weißt, was nach außen oft so gar nicht sichtbar wird. Und diese Unklarheit in der Außendarstellung bringt echte Nachteile für dich, wenn du neue Designaufträge heben willst.

Überlegt mal, wie der Kunde vorgeht, wenn er etwas sucht. (Das macht er genauso wie du, wenn du etwas suchst.) Er gibt die Suchanfrage bei Google ein und guckt, welche Ergebnisse ihm angezeigt werden. Dabei guckt er nicht die ersten 10 Seiten an, sondern nur die erste Seite. Und selbst von diesen aufgeführten Ergebnissen klickt er eigentlich nur auf die ersten 5 Suchergebnisse. Dann scannt er einmal fix über die Seite, die ihm angezeigt wird – egal, ob das eine Website, ein Instagram-Kanal oder ein Pinterest-Ergebnis ist. Entweder findet er auf deinen Außenkanälen etwas, dass ihn antriggert oder er ist weg.

Deswegen ist es so wichtig, dass es überall konsistent ist, wie du nach außen auftrittst. Also schau, dass bei allen deinen Außenkanälen wirklich auf den ersten Blick klar wird, welche Designs und Dienstleitungen du anbietest.

Und hier noch ein Tipp: Mach es deinen Kunden leicht, dich zu kontaktieren. Egal, ob deine Kunden auf deiner Website, deinem Instagram-Kanal oder in deinem Portfolio landen. Deine Telefonnummer, deine E-Mail-Adresse und dein Kontaktformular müssen direkt zu finden sein. Von jeder Seite aus. Dann ist es auch leicht für Kunden, neue Designaufträge an dich zu vergeben.

#3 Bestandskunden = Ein Hoch auf die Kunden, die du schon hast

Auch wenn du es dir gerade nicht vorstellen kannst: einen Designer zu finden, der gut zum Auftraggeber passt – im Designstil, der Arbeitsweise und der Kommunikation – ist richtig schwer.

Jeder Auftraggeber ist froh, wenn er endlich einen Kreativen oder eine Designerin gefunden hat, mit dem das passt. Und dann kommt er mit dem nächsten Designauftrag wieder zu dir zurück. Und wieder und wieder.

Was heißt das für dich?
Kümmere dich gut um deine Kunden.

Und damit meine ich ganz ausdrücklich nicht nur die Designs und den Stil. Sondern vor allem den ganzen Part dazwischen. Kommuniziere klar, zügig und eindeutig. Sag den Kunden, was er erwarten kann und was du brauchst, um das Design zu erstellen.

Sei erreichbar. Antworte zügig auf Fragen. Sprich so, dass dein Kunde dich versteht. Erkläre ihm, warum du die Designs so gemacht hast, wie du sie entworfen hast. Verzichte auf Branchenjargon und Ausdrücke, die deine Kunden (wahrscheinlich) nicht kennen. Nimm ihn mit auf Augenhöhe.

Und bleibe im Kontakt, auch wenn der Auftrag vorbei ist. Du kannst zum Beispiel vier Wochen nach der finalen Übergabe des Designs noch einmal nachfragen, ob der Kunde mit dem Design zurechtkommt, ob er Hilfe braucht oder ob du ihn bei einem neuen Projekt unterstützen kannst.

Aus all den Jahren, die ich nun schon als Designerin arbeite, kann ich dir nur sagen, dass Bestandskunden das allerbeste sind, was dir passieren kann. Über Jahre hinweg. Man kennt die Kunden, man kennt die Abläufe, man hat einfach ein gutes Verhältnis zueinander und so kommt ein toller Auftrag nach dem anderen rein.

Was heißt das für dich? Such nicht immer nach neuen Kunden, wenn du einen Designauftrag brauchst, sondern guck mal, welche Kunden du schon hast. Und was du daraus machen kannst.

# 4 Marketing – Hier siegt, wer regelmäßig am Ball bleibt

Ob Marketing für dich selbst dein Ding ist oder nicht – spielt keine Rolle. Wenn du selbstständig bist, musst du Marketing machen. Du musst. Denn wenn Kunden dich nicht finden und nicht kennen, dann können sie dich auch nicht beauftragen. Und da ist es überhaupt völlig egal, ob du das gerne machst oder nicht gerne machst.

So weit sind wir uns einig. Richtig?

Nun gehört das sich selbst präsentieren und nach vorne bringen, nicht gerade zu den Lieblingstätigkeiten für viele Kreative. Die Designs in den Vordergrund zu stellen ist okay, aber sich selber als Person (und alles was dazugehört) zu zeigen ist viel schwerer.

Also sieht der Klassiker wie eine sich ständig wiederholende Kurve aus: 

Marketing Auftragsvolumen Grafik


  • Du hast (zu) viele Aufträge – und kümmerst dich nicht um dein Marketing.
    Hast ja genug zu tun.
  • Bis die Aufträge fertig sind und du feststellst, dass nichts nachkommt. Also wirfst du einen Blick auf deinen Kontostand, bekommst du Panik und startest voller Aktionismus eine Marketingaktion nach der nächsten.
  • Die Anstrengung fruchtet und neue Aufträge kommen rein.
  • Du hast jede Menge zu tun und nimmst dir keine Zeit mehr für dein Marketing.
  • Folge: Du bekommst keine neuen Designaufträge.
  • Panik. 
  • Marketing-Aktionismus 
  • … und es geht schon wieder von vorne los

Das ist nicht nur mega anstrengend und kräftezehrend, sondern auch unnötig.

Mach es dir leicht. Bau dir jede Woche Routinen für dein Marketing ein und arbeite konstant ein bisschen an deinem Marketing. Kein Sprint – ein Marathon.

Nimm dir zum Beispiel jede Woche einen Vormittag für dein Marketing. Plane deine Newsletter und Posts vor. Schreib weiter an deinen Blogartikeln oder überarbeite dein Portfolio. Alles Stück für Stück.

Und dann passiert was ganz Spannendes. In dem Moment, wo du dich ganz regelmäßig um dein Marketing kümmerst, wirst du ganz regelmäßig nach außen sichtbar, können Kunden dich ganz regelmäßig buchen und du bekommst natürlich ganz regelmäßig auch neue Designaufträge.

#5 Teamwork – Du musst es nicht alleine schaffen

Das du alleine oder mit einem kleinen Team arbeitest, heißt nicht automatisch auch das du alleine bist. Und auch nicht, dass du es alleine schaffen musst.

Teamwork bringt dir neue Designaufträge. Denk mal an mögliche Zusammenarbeiten und an Kooperationen mit anderen Kreativen oder Dienstleistern. Überleg mal, was du machen kannst, damit die Situation für beide Seiten einfacher und besser wird.

Wer ist so eine logische Anschlussstelle für dich? Mit wem kannst du dich zusammentun, weil er ebenfalls mit deinen Kunden zusammenarbeitet – einen Schritt bevor oder nachdem du mit dem Kunden arbeitest?

  • Du kannst mit einem Texter kooperieren, wenn du dich auf die Layouts für Broschüren, Magazine oder Bücher spezialisiert hast.
  • Arbeite mit einem Programmierer zusammen, wenn du das Design für Websites und Apps anbietest.
  • Social Media Manager sind ein tolles Team für dich, wenn du dich auf Grafiken für Instagram und Co fokussiert hast.

So ein Teamwork ist für alle Beteiligten spannend und auch für den Kunden prima, weil er so ein Team aus Fachleuten um sich hat. Er kann einen ganzen Aufgabenbereich auslagern und an Fachleute wie dich abgeben.

Netzwerke sind außerdem auch noch aus einem anderen Grund super für dich: Denn wenn dich viele Leute kennen und wissen, was du machst, können sie dich auch weiterempfehlen. Und über diesen Umweg kommen dann auch wieder neue Kunden zu dir.

Lass mich die 5 Tipps für dich noch einmal zusammenfassen:

  1. Positionierung: Bring auf den Punkt, wo dein Designschwerpunkt ist und für welche Kunden du arbeitest. Was kannst du besser, als anderen Kreativen?
  2. Eindeutige Außendarstellung: Für mich als Kunde muss immer eindeutig und leicht verständlich sein, was du anbietest und wo ich dich erreichen kann. Egal ob ich auf deiner Website, deinem Instagram-Kanal oder im Portfolio bin.
  3. Kümmere dich gut um deine Bestandskunden, denn dann kommen sie immer wieder.
  4. Marketing ist ein Marathon, kein Sprint. Und da du eh nicht drauf verzichten kannst, mach es dir leicht und arbeite konsequent und regelmäßig daran.
  5. Du musst es nicht alleine schaffen. Teamwork und clevere Kooperationen machen es dir viel leichter, regelmäßig neue Designaufträge zu bekommen.

Der Artikel wurde im Oktober 2021 veröffentlicht.

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