Hallo Welt! Ich bin da, aber wo bist du? – Oder, wie du mehr Reichweite auf Instagram bekommst

Da ist er nun. Dein Instagram Account ist fertig eingerichtet, du hast dir eine tolle Bildsprache überlegt und die ersten Posts sind online. Und was nun? Wie schaffst du es, dass sich dein Profil entwickelt und du mehr Reichweite auf Instagram bekommst? Wie erreichst du hier neue Fans und Auftraggeber? Lass uns zusammen gucken und ich zeige dir 10 Tipps, mit denen dein Account schon bald bekannter wird.

#1 Denk immer aus Sicht deiner Zielgruppe

Klar soll dir dein Instagram Feed gefallen und Dinge zeigen, die dir wichtig sind. Noch wichtiger ist aber, dass dein Instagram Kanal deiner Zielgruppe gefällt. Nicht umsonst sagt man: „Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler“.

Deine Zielgruppe können neue Kunden für deinen kreativen Onlineshop sein, Teilnehmer für deinen kommenden Design-Workshop oder Agenturen und Redaktionen für deinen nächsten Illustrationsauftrag. Stell dir deinen Instagram Profil wie ein Werkzeug vor, dass du nutzt, um deine beruflichen Ziele zu erreichen. Diese Herangehensweise unterscheidet deinen beruflichen Instagram Feed stark von rein privaten Accounts. Privat kannst du natürlich machen, was du willst.

#2 Setze auf spannende Themen für deine Follower

Stell deine Posts, Inhalte und Bilder so zusammen, dass sie zu den Fragen, Wünschen und Themen deiner Zielgruppe passen. Guck mit den Augen deiner Kunden auf deine Posts, dann fällt es dir leichter, die passenden Themen zu finden.

  • Welche Fragen bekommst du oft gestellt?
  • Welche Projekte setzt du gerade um, die auch für andere Kunden spannend sind?
  • Wie sieht es hinter den Kulissen deiner Workshops aus?
  • Welche Erfahrungen haben andere Kunden in der Zusammenarbeit mit dir gemacht?
  • Was liest/hörst/zeichnest du gerade, dass deine Zielgruppe auch interessant findet?

Lass dich nicht davon einschüchtern, dass es vermeidlich schon so viele Accounts mit ähnlichen Inhalten wie deinem gibt. Sieh diese Accounts als Inspirationsquellen, guck dir an, wie sie mit Bildern, Texten und Ideen umgehen, und nutze dieses Wissen dann für deine eigenen Ideen. Vertraue da auf dich, deine Bildsprache und deine Kreativität, um mehr Reichweite auf Instagram zu bekommen.

#3 Clevere Hashtags

Ganz wichtig und essenziell für jeden Post auf Instagram: Hashtags. Mit ihnen kannst du deinem Post einem Thema zuordnen (#logodesign), Zusatzinfos geben (#hamburgmeineperle), dich mit anderen Lesern verbinden (#100daysofdrawing) oder deine Meinung unterstreichen (#nichtschönaberselten). Hashtags kannst du gezielt über die Suchfunktion in Instagram recherchieren und wirst so auch von anderen gefunden.

Instagram erlaubt pro Post maximal 30 Hashtags. Die besten Erfolge bekommst du laut dieser Untersuchung aber, wenn du dich auf 9 Hashtags beschränkst. Beachte dabei, dass die Hashtags inhaltlich zu deinem Unternehmen passen sollten. Ob du englische Hashtags verwendest oder deutsche ist Geschmacksache und hängt auch davon ab, wen du erreichen möchtest. Starte hier am besten mit einem passenden Mix und finde heraus, welche Hashtags für dich besonders gut funktionieren.

#4 Qualität über Quantität

Das ein regelmäßiges Posten wichtig ist, ist keine Frage. Hierbei gilt aber auch: Weniger ist mehr. Wenn du mehrmals täglich postest, kann das deine Follower überfordern. Andersrum ist ein Mal im Monat wahrscheinlich zu wenig, da du schnell in der Menge an Posts anderer Instagram Accounts untergehen kannst.

Für mich liegt die optimale Frequenz bei einem Posten bei etwa 3 Posts die Woche. Zu Beginn habe ich täglich gepostet und schnell eine gute Reichweite bekommen. Aktuell habe ich viele Designaufträge, sodass ich weniger Zeit in meine Social Media-Profile stecke (ca. 1 Post pro Woche), und der Account wächst nur langsam. Bei 3 Posts die Woche habe ich da meine persönliche goldenen Mitte.

#5 Gute Inhalte aus verschiedenen Bereichen

Achte darauf, dass deine Bilder optisch zusammen passen und du abwechslungsreichen Content produzierst. Gerade für uns Designer finde ich das wichtig. Bei den Themen funktioniert ein Mix aus Beruflichem und ein wenig Privatem für mich am besten. Orientiere dich am besten an der 70-20-10-Methode. Bei 70 % geht es um die Settings rund um dein Unternehmen (z.B. Designaufträge, Beispielarbeiten, Blick hinter die Kulissen, dein Büro/Team, etc.). Zu 20 % zeigst du deine Inspirationen oder teilst persönliche Eindrücke (z.B. Buchtipps), und 10 % handeln (wenn vorhanden) von direkten Angeboten (z.B. einen Hinweis Freebies oder Downloads, wie meine Checkliste für Designaufträge).

#6 Interaktion mit deinen Lesern

Damit du in einen Austausch mit deinen Followern kommst, kannst du unter deine Bilder Fragen einzubauen oder deine Abonnenten zu etwas aufzufordern. So sind sie gebeten, deine Bilder zu kommentieren und du kannst individuell auf Einzelne eingehen. Das sorgt für eine schnelle Interaktion und fördert die Authentizität deines Unternehmens und deiner selbst. Du lernst deine Zielgruppe besser kennen, kannst Feedback geben oder dich einfach mal mit den anderen Designern austauschen und „Hallo“ sagen.

#7 Ein Blick in die Statistik

Um deine Reichweite im Blick zu behalten, solltest du dir ein Unternehmensprofil einrichten. Wie das geht, kannst du hier nachlesen. Es unterscheidet sich optisch nicht von einem „normalen“ Profil. Allerdings kannst du über die Einstellungen mitverfolgen, wie sich deine Zahlen verändern und welche Posts gut oder weniger gut angekommen sind. Dies dient dir als Leitfaden für deine zukünftigen Postings.

#8 Nimm dir Zeit für die anderen Accounts

Statistiken haben auch ergeben, dass dir andere Accounts eher zurück folgen, wenn du ihnen erst folgst, dann ein Bild likest und dieses dann auch kommentierst. Zeig Interesse und lass die Autoren wissen, was dir gefällt, warum du das jeweilige Bild magst und was du zu dem Thema denkst. Tausch dich aus. 

Da ist es wie im wahren Leben auch: Man verbindet sich am liebsten mit Menschen, die ähnlich Interessen, Meinungen und Ideen haben, wie man selbst. Wende diese Methode bei einigen Profilen an und du wirst sehen, dass sich deine Followeranzahl erhöhen wird.

#9 Gewinnspiele, Wettbewerbe und Shoutouts

Natürlich kannst du auch auf bezahlte bzw. kostenintensivere Wege zurückgreifen, wenn du schnell viel Reichweite aufbauen willst.

Wettbewerbe oder Gewinnspiele sind zwar aufwendig, generieren aber Follower. Natürlich aber nur dann, wenn die Teilnahmebedingungen das Abonnieren deines Accounts suggerieren. Gleichzeitig kannst du deine Follower dazu auffordern, das Gewinnspiel/den Wettbewerb zu reposten oder in der Story zu markieren. Somit erreichst du auch die Follower anderer Accounts.

Eine andere Möglichkeit ist das Prinzip der Shoutouts. Das bedeutet, dass ein Account, einen anderen auf seinem Profil vorstellt. Hierbei ist es dir selbst überlassen, ob du es im Sinne einer gegenseitigen Vorstellung belässt und somit zwei Accounts davon profitieren, oder du größere Accounts mit gleicher Zielgruppe anschreibst und vielleicht sogar für ein Shoutout bezahlst.

#10 Nimm an Challenges teil

Gemeinsam macht es mehr Spaß Neues zu lernen, sich Herausforderungen zu stellen oder an Ideen zu tüfteln. Auf Instagram ist es leicht Gleichgesinnte zu finden (such mal nach dem Hashtag #challenge) und mit ihnen zusammen an Challenges teilzunehmen. Dabei gibt es Projekte und Vorschläge in Hülle und Fülle – vom Zeichnen, übers Malen, Sketchnoten, Töpfern … zu jedem deiner Lieblingsthemen gibt es eine Challenge.

So kannst du z.B. jeden Tag einen Begriff zeichnen oder lettern, dein Ergebnis dann mit dem Hashtag zur Challenge posten und gezielt nach den Posts anderer Teilnehmer suchen. Schnell lernst du so neue Accounts kennen und baust deine Reichweite aus, während du neue Dinge ausprobierst und dich weiterbildest.

Fazit: Der Schlüssel liegt nicht in der Anzahl, sondern in der Qualität deiner Follower

Bevor du dir jetzt aber einen Schlachtplan zurechtlegst und alle deine Kräfte in den Ausbau deiner Reichweite auf Instagram steckst, möchte ich noch einmal ganz laut „HALT“ rufen.

Ja, Instagram ist ein tolles Werkzeug für dein Marketing und du hast hier die Chance viele Leute zu erreichen, die dich und deine Designs sonst nicht kennengelernt hätten. ABER Instagram kostet auch viel Zeit und der Erfolg deines Instagram Feeds lässt sich nicht alleine an der Höhe deiner Followerzahlen messen.

Du kannst wenig Follower haben, aber einen tollen Austausch mit denen Lesern, viel Interaktion und einen großartigen Austausch. Und du kannst sehr viele Fans haben, die du kaum kennst und die keinerlei Verbindung zu dir und deinen Arbeiten haben. Die Anzahl der Follower alleine sagt also gar nichts über den Erfolg deines Instagram Feeds aus. Behalte das immer im Hinterkopf.

Darum lohnt es sich, wenn du Herzblut, Zeit und Planung in dein Profil steckst. Überleg dir zuerst, was du mit deinem Account erreichen willst und plane dann, welche Inhalte, Bilder und Hashtags dir dabei helfen. So machst du die richtigen Leute auf dich, deine Designs und deinen Instagram Feed aufmerksam und vergrößerst automatisch deine Reichweite auf Instagram.


Instagram für Designer ist eine Serie, die dir Schritt für Schritt zeigt, wie du deinen Account professionell aufbaust:


Ich hoffe, ich konnte dir einige Ideen und Inspirationen geben und bin gespannt, wie du mehr Follower für deinen Instagram Feed bekommen kannst. Meinen Account findest du hier. Welcher Weg gefällt dir am besten? 

DER ARTIKEL WURDE IM Februar 2020 geschrieben.

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